Meine Instagram-Philosophie [Outfit]

Wenn sich #socialmedia langsam wie ein Zwang anfühlt & man sich über sinkende Followerzahlen und Likes ärgert, ja spätestens dann sollte man zum realen Leben schnellst möglich zurück kehren & eine kleine #auszeit nehmen […]

Mit diesen Worten habe ich mich letzten Freitag für einige Zeit in eine Instagrampause begeben. Mir wurde nicht nur der Druck zu groß, sondern auch der Zwang immer neuen Content zu teilen hat mich im Alltag wirklich fast behindert. Traurigkeit und Enttäuschung zu empfinden, weil Follower und Likes weniger wurden, waren nicht selten Gefühle, die mich beim Gedanken an Instagram begleitet haben. In meiner Zwangspause habe ich mir einige Gedanken zu meiner neuen persönlichen Instagram-Philosophie gemacht, die ich heute gerne mit dir teilen möchte!

Follower & Likes – ist das wirklich das Wichtigste?

Auf keiner anderen Social Media Plattform gibt es so schnell Feedback zu deinen Inhalten wie auf Instagram. Kaum ist ein Bild hochgeladen, flattern auch schon die ersten Herzen ins Haus, quasi. Nirgendwo baut sich eine Community so schnell auf wie hier, nirgendwo gibt es schneller Likes, Follower und das Gefühl der Zugehörigkeit.

Vor meiner Zwangspause waren diese beiden Zahlen für mich wirklich wichtig, ja. Ich gehörte sogar zu den Menschen, die ein Bild wieder gelöscht haben, wenn mir die Anzahl der Likes nicht gefallen hat. Schuldig im Sinne der Anklage, kann ich da nur sagen. Das Bild habe ich dann zu einem späteren Zeitpunkt einfach nochmal hochgeladen.

Nach meiner Zwangspause kann ich sagen, dass diese beiden Zahlen definitiv nicht das Wichtigste sind! Es gibt so viel mehr, das einen höheren Stellenwert bekommen sollte als Likes & die Anzahl der Follower.

Der Aufbau einer Community.

Ich finde es schön, wenn jemand meine Fotos kommentiert & auf meine vielleicht gestellte Frage eingeht. Ich finde es aber auch schön, wenn mir jemand unter meinem Bild „einen schönen Tag“ oder „guten Start ins Wochenende“ wünscht und das einfach so. Automatisch antworte ich auf den Kommentar & wünsche das Gleiche.

Menschen, die die gleichen Interessen, den gleichen Stil oder die gleiche Meinung haben, können sich auch über Instagram prima vernetzen. So folge ich mittlerweile wirklich vielen Kanälen, die mich in meinem Alltag inspirieren, mir Mut machen und mich das ein oder andere Mal zum Schmunzeln bringen. Es sind Kanäle von Frauen, deren Fotos ich gerne mit lieben Worten kommentiere & das ganz ohne eine Gegenleistung zu erwarten!

Und so entsteht eine Community!

Das Sammeln von Erinnerungen.

Es gibt Erinnerungen, die möchte ich festhalten, einfach nur für mich. Dann gibt es aber auch Erinnerungen, die möchte ich gerne mit anderen teilen, aus ganz verschiedenen Gründen. Diese Erinnerungen möchte ich auf Instagram hochladen können, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, ob dieses Bild nun möglichst vielen gefallen wird.

Bisher war dies nicht immer möglich, weil ich mich viel zu oft gefragt habe, ob das überhaupt irgendjemanden interessiert. Aber weißt du was? behappy.aileen ist ja schließlich mein Account – wenn jemandem nicht gefällt, was ich dort hochlade, dann darf derjenige mir auch gerne entfolgen.

Für mich sollte deshalb auch selbstverständlich sein, dass ich mir nicht immer wieder die Frage stelle, ob mein Bild möglichst vielen Menschen gefällt oder nicht.

Inspirationen teilen.

Ob man nun ein tolles Restaurant in seiner Lieblingsstadt besucht hat, ein neues Beauty-Produkt gefunden hat oder aber ein tolles DIY für die Küche parat hat, all dies darf man bei Instagram teilen. Denn diese Plattform dient als Inspirationsquelle für jede Nische, jedes Interesse, jedes Hobby, ob für Mann oder Frau.

Auf Instagram sollte es keine Grenzen geben, denn es gibt immer Menschen, die sich gerne von dir, deinen Ideen oder deinem Stil inspirieren lassen. Auch ich möchte Instagram nutzen, um Inspirationen zu teilen, aber auch um welche zu sammeln und mich dabei nicht von anderen oder einem Zwang beeinflussen lassen.

Teilen und Posten was und wann ich möchte.

Schlussendlich kann ich meinen Beitrag damit schließen, dir zu sagen, dass ich ab sofort das posten und teilen möchte was ich möchte & das auch zu keiner bestimmten Uhrzeit. Wenn ich 3x am Tag ein Bild hochlade, weil mir eben danach ist, dann werde ich dies auch tun. Wenn ich ein paar Tage nicht aktiv bin, dann ist das auch vollkommen okay! Likes und Follower bleiben aus? Mir egal!

Ich möchte mich sehr viel weniger davon beeinflussen lassen, was gerade hipp oder beliebt ist oder sein könnte, sondern viel mehr die Dinge teilen, die mich selber inspiriert haben, mir Mut machen oder aber ein Bild, welches mir ganz besonders gefallen hat, ob dies nun mich zeigt oder eine lieb gewonnene Erinnerung! Ich möchte Instagram wieder ohne Zwang und Druck nutzen, einfach, weil ich diese Plattform sehr gerne mag & ich meine Community sehr liebe!

Wie stehst du zu Instagram und der Anzahl deiner Follower und Likes? Was ist dir an dieser Plattform ganz besonders wichtig?

6 Comments

  1. Danke für den schönen Text und die wichtigen Gedanken 🙂
    Ich merke auch immer mehr, wie sehr es mich echt frustriert, wenn ein Bild nicht so erfolgreich ist, wie ich das gern hätte – und andersrum, dass ich an einem Tag echt viele coole Dinge gemacht und erlebt haben kann und das, worüber ich mich am meisten freue, ein erfolgreiches Instagrambild ist…

    Ich versuche darum seit einiger Zeit auch, das eher als angenehme Community zu behandeln, nicht als Selbstbeweihräucherungskanal. Manchmal fühlt es sich noch komisch an, Leuten, die ich nur durch ihre Bilder „kenne“ Kommentare zu hinterlassen, aber dafür dann umso schöner, selber liebe Antworten oder Kommentare auf meine eigenen Bilder zu erhalten.

    Liebe Grüße
    Maren

  2. Hach… ich habe mich erst vor wenigen Tagen überhaupt bei Instagram angemeldet, um endlich meinen Lieblingsbloggern folgen zu können… und erst danach gemerkt, dass ich nun meine Bilder zur #365DoodlesmitJohanna-Challenge dort statt auf Twitter teilen kann, weil es sich eigentlich um eine Instagram-Challenge handelt. Ansonsten weiß ich aber immer nicht so recht, was ich dort posten soll, denn meine Welt heißt eher Twitter & Foren.

    Mich freut es ja wirklich, dass du erkannt hast, dass der Druck dich unglücklich gemacht hat, und du dann einfach eine Auszeit zum „einfach leben“ genommen hast.

    Dass mit der Schnelligkeit habe ich auch gemerkt – kaum angemeldet hatte ich schon eine Hand voll Follower – und das, obwohl meine Posts doch eher nichtssagend und hässlich sind. Irgendwie komisch, wo mein Blog, hinter dem stundenlange Arbeit steckt, doch um jeden Leser kämpfen muss und nicht mal 10 Leser pro Jahr gewinnen kann.
    Dass Likes dir so wichtig waren, hätte ich irgendwie nicht erwartet… auch wenn ich selbst immer stolz bin, wenn der Buffer-Report mir sagt, dass ich mehr Likes zu meinen Posts auf Twitter als in der Vorwoche bekommen habe.

    Deine „neue“ Philosophie gefällt mir total gut! Austausch mag ich ja schon auf dem Blog und hochladen tue ich auch nach dem Motto: Ich hab da Lust drauf, wenn es euch nicht interessiert, braucht ihr es nicht ansehen. Inspiration ist auch ein gutes Stichwort – die bietet mir bisher meist Twitter, aber auch Instagram wird das sicher bald bei mir ebenfalls tun. Allein schon, weil ich meiner Lieblings-Nähbloggerin dort nun folge 😉

    So, ich werde dann mal Instagram-Fan von dir und schaue, was da so an Inspiration und nettem Zeug von dir mit der neuen Philosophie erscheinen wird.

    Und bevor ich es vergesse, muss ich dir zum Abschluss noch ein Kompliment machen: Das Kleid steht dir unfassbar gut und du wirkst auf den Fotos sehr natürlich und glücklich. Echt klasse!

    Liebe Grüße

  3. Schöner Post!
    An Instagram mag ich, dass man so seine eigene Bild Kollektion hat und einfach alle schönen Bilder auf einem Haufen.
    Jedoch finde ich es einfach nur traurig, dass heute viele nur noch auf dem „Follow for Follow und Like for Like“ trip sind. Da mag ich es beim Bloggen doch lieber, da gibt es nochmal Leute, die wirklich Instagram ohne Zwang und Druck nutzen zu wollen finde ich eine gute Idee :)!
    Liebe Grüße
    Sophie

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.