4 Bücher, die mich mitgerissen oder berührt haben

Im Rahmen des #buchliebenetz und der Aktion „Reihum Bloggen“, möchte ich heute über all die Bücher schreiben, die mich in den letzten Wochen, Monaten und Jahren nicht mehr losgelassen haben. Entweder, weil sie mich emotional berührten oder sie so spannend waren, dass ich sie einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Normalerweise versorge ich dich auf Smalltownadventure regelmäßig mit neuen Beiträgen, aber ich freue mich, dass ich heute auch einmal auf Aileens Blog zu Wort kommen darf. Ich hoffe natürlich, dass dir mein Post gefällt und ich dich neugierig auf das eine oder andere literarische Werk machen kann. Geordnet habe ich das ganze nach Genre, damit es auch übersichtlich bleibt.

1. All You Need Is Love: Liebesromane:

Heute lese ich das Genre zwar eher selten, aber in meiner Jugend habe ich richtig gerne zu Vertretern des Genres gegriffen. Ein Werk, welches mich seitdem nicht mehr losgelassen und tief berührt hat, ist: PS Ich Liebe Dich. Ich weine wirklich nur selten beim Lesen, aber hier sind die Krokodilstränen am laufenden Band gekullert. Das liegt zum Einen an Aherns tollem Schreibstil, der sympathischen Hauptfigur, aber vor allem an der traurigen Handlung.

Holly und Garry sind ein glückliches Paar, bis Gerry erfährt, dass er an Krebs erkrankt ist. Nachdem dieser den Kampf verliert, findet Holly Briefe von Gerry, die ihr helfen sollen ihren Verlust zu verarbeiten. Für jeden Monat gibt es einen Brief und alle enthalten eine Aufgabe, die Holly nach und nach ihren Lebensmut zurückgeben.

Du merkst also: diese Handlung ist prädestiniert für viele traurige, emotionale, aber auch schöne Momente. Denn als Leser begleitet man Holly auf einer spannenden Reise, bei der sie aus der Depression ausbricht und lernt das Leben erneut zu genießen. Mittlerweile bin ich an einem Punkt in meinem Leben angelangt, wo ich leider auch schon Menschen verloren habe, die mir nahe standen. Etwas was für mich die Geschichte noch intensiver macht, weil man genau weiß, wie Holly sich fühlt. Diese Leere, wenn man jemanden verloren hat. Das Gefühl, dass die Welt sich einfach weiterdreht, obwohl man selbst noch lange nicht bereit für den Alltag ist. Doch irgendwann muss man selbst wieder anfangen zu leben und das lernt auch Holly.

2. Auf in Ferne Welten: Fantasy:

Hier gibt es nur ein Buch, welches einen besonderen Platz in meinem Herzen hat. Zwar habe ich in den letzten Jahren und Monaten viele Fantasy Jugendbücher gelesen, aber keines hat mich so berührt, wie Harry Potter. Es mag vielleicht auch daran liegen, dass ich mit der Reihe und ihren Figuren groß geworden bin. Aber Rowling hat hier eine faszinierende Welt geschaffen, von der ich mir als Kind immer wünschte ein Teil zu sein.

Ich habe wirklich lange auf den Brief aus Hogwarts gewartet und musste irgendwann enttäuscht einsehen, dass dieser nicht kommen wird. Eine harte Lektion. Aber die Figuren haben mir viel gegeben, denn sie haben mich geprägt. Hermine hat mir gezeigt, dass Intelligenz nichts Schlimmes ist und man darauf stolz sein sollte, egal wie oft man dafür als Streber bezeichnet wird. Sie hat mir aber auch gezeigt, dass man für die Dinge und Ansichten, die einem wichtig sind, kämpfen sollte. Während die Bindung des Trios mir auch verdeutlichte, wie wichtig Freundschaft ist. Letzten Endes ist Harry Potter nämlich genau das, eine Geschichte über Freundschaft und Liebe. Einem Band, welches unzerstörbar ist und durch das man alles überwindet.

Harry Potter ist für mich außergewöhnlich und ich glaube, dass an diese Reihe für mich auch kein Buch mehr heranreichen wird. Sicherlich werden jetzt einige Leser, die mit dem Hype nichts anfangen können, diese Aussage verneinen. Aber Geschmäcker sind unterschiedlich und für mich hat Harry Potter nun mal eine ganz besondere Bedeutung, an die ganz viele Erinnerungen geknüpft sind. Wie ich beim letzten Buch ganz gespannt auf die Nachtlieferung wartete, die unzähligen Stunden in denen ich in diese magische Welt eingetaucht bin, die Vorfreude auf den nächsten Band und die gemeinsame Zeit, die ich mit Freunden im Kino verbracht habe, um mir anzuschauen wie diese fantastische Welt zum Leben erweckt wurde. Und wie sollte ich diesen Abschnitt beenden als mit „Always“. Potterheads wissen was gemeint ist.

3. Hochspannung garantiert: Thriller:

Dieses Genre ist heute wirklich mein Liebstes, denn ich liebe den Nervenkitzel beim Lesen, der mich Seite für Seite vorantreibt. Es kribbelt mir in den Fingern zu erfahren, wer denn nun der Mörder ist und sein Motiv kennen zulernen. Bestenfalls bin ich von der Enthüllung natürlich geschockt und nicht schon selbst drauf gekommen. Bücher, die hier für mich immer abliefern sind Werke von Sebastian Fitzek. Für mich der Master of Psychothriller, bei dem es mich beeindruckt wie hoch die Qualität seiner Werke ist, obwohl er neue Bücher am Laufenden Band veröffentlicht. Er ist somit wirklich ein Meister seines Fachs.

Besonders empfehlen kann ich dir dabei eine kleine Reihe von ihm, die gerade einmal aus 2 Bänden besteht, aber die reichen auch schon aus, um einen als Leser komplett in die Irre zu führen. „Der Augenjäger“ und „Der Augensammler“ sind für mich wirklich die besten Thriller die ich je gelesen habe. Nicht nur, dass der Aufbau innovativ in einer Art Countdown, der die Zeit nach unten zählt, ist, sondern auch die Figuren und die Geschichte selbst stecken voller Spannung. Fitzek schafft es uns gekonnt in die Irre zu führen und revidiert mit seinem Folgeband eigentlich alles, was wir glaubten zu wissen. So etwas habe ich selten erlebt und deshalb sind diese zwei Werke wirklich ein Traum für alle Thriller Fans.

Ich möchte hier auch gar nicht mehr schreiben, damit ich niemandem den Spaß am Lesen nehme. Nur so viel: Du darfst dich auf untypische Figuren, eine rasante Storyline und eine gelungene Auflösung, die dich garantiert überraschen wird, freuen.

4. Ein Blick in die Vergangenheit: Historische Romane:

Ein Buch, welches mich erst kürzlich berührt und mitgerissen hat, ist Outlander. Der Serie war ich ja sofort verfallen, weshalb ich auch neugierig auf die Buchreihe war. Nachdem ich dann monatelang in der Buchhandlung um den ersten Teil herumgetänzelt bin, habe ich dem Drang dann irgendwann nachgegeben und wurde nicht enttäuscht. Trotz der unglaublichen Länge von über 1000 Seiten hatte ich das Buch richtig schnell durch. Wie in einem Sog konnte ich einfach nicht mehr aufhören zu lesen, was der unglaublichen Chemie von Claire und Jamie geschuldet ist, die nicht nur in der Serie perfekt ist. Aber auch Claire selbst ist einfach eine starke Hauptfigur, so wie man sie sich heutzutage wünscht. Sie vertritt ihre Meinung, selbst wenn das im Schottland des Jahres 1734 sehr gefährlich ist und lässt sich so schnell nichts sagen. Sie steht einfach ihre Frau und ist dabei intelligent und tough.

Als Geschichtsfan hat mich aber auch das Zusammenspiel der verschiedenen Zeiten begeistert. Unübersichtlich wird es beim Wechsel zwischen den Jahren 1743 und 1945 dabei zu keiner Zeit. In den kommenden Bänden soll es dann sogar eine dritte Zeitlinie geben, worauf ich mich sehr freue, denn Gabaldon beherrscht dieses Spiel perfekt. Doch besonders beeindruckt war ich davon, wie stark sie auch auf die schottischen Bräuche, Traditionen und die Lebensweise dieser Zeit eingeht. Nicht immer mag das bei allen ankommen, jedoch unterscheiden sich die Ansichten der damaligen Zeit nun einmal stark von unseren und ich finde es gut, dass sie diese auch thematisiert. Das müssen historische Romane für mich auch schon deshalb, um historisch korrekt zu sein.

Für alle Fans des Genres ist dieses Werk definitiv ein Must-Read, welches unglaublich spannend, aber auch emotional und schön zugleich ist und auch mit einigen erotischen Szenen aufwarten kann. Die haben mich hier aber überhaupt nicht gestört, weil sie verdeutlichen, wie nahe Jamie und Claire sich stehen.

Welche Bücher haben dich berührt oder mitgerissen?

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3 Comments

  1. Oh, wie ich solche Posts doch liebe! Solche Posts, wo mehr als ein Buch zur Sprache kommen, und dann vorzugsweise nur die allerbesten, helfen mir immer mehr als gewöhnliche Rezensionen, da ich bei denen mancmal nicht einschätzen kann, ob die Bücher „geht so“-gut oder „genial“-gut sind 😉

    Liebesromane habe ich früher auch immer sehr viel gelesen (und gerne!), aber im Moment hat sich mein Interesse scheinbar doch verlagert… PS Ich Liebe Dich steht aber dennnoch schon eine Weile auf meiner Wunschliste. Die Story klingt einfach irgendwie besonders, auch wenn sie eben so traurig ist. Trotzdem gefällt mir der Gedanke, dass Gerry seiner Holly helfen will, seinen Tod zu verarbeiten. Die Idee mit den Briefen ist da echt schön – und erinnert mich gerade ein bisschen an The Life List.

    Deinen persönlichen Bezug zur Geschichte kann ich gut nachempfinden, seitdem ich eins meiner Vorbilder vor 2 Jahren verlieren musste 🙁

    Harry Potter ist natürlich ein wundervolles Werk – und ehrlich gesagt habe ich Hermine immer bewundert 😉 Aber auch, was du über Freundschaft und deren Wichtigkeit in diesem Buch erkennst, ist echt beeindruckend… das hat die Autorin sooo schön subtil einfließen lasen 🙂 Für mich ist die Reihe eindach DAS Buch, das Mama vorgelesen hat, wenn wir alle drei Kinder mit ihr in Dekcen gekuschelt abends an der Heizung saßen 🙂

    Für Thriller fehlen mir ja irgendwie die Nerven… ich weiß auch nicht, woran es liegt, aber die kann ich einfach nicht lesen, wenn ich noch schlafen möchte.

    Auch für Outländer kannst du mich leider (noch) nicht begeiestern, selbst wenn diese junge Frau echt besonders zu sein scheint. Schottland ist für mich irgendwie einfach zu weit weg und ich mag es nicht, mich mit der Geschichte Großbritaniens zu beschäftigen. Amerika und Deutschland sind irgendwie eher meins… (Ich merke gerade, dass ich dringend über meinen Tellerrand blicken sollte – aber Outländer ist als Einstieg zu dick ;)). Historische Romane könnte ich aber auch mal wieder vertragen…

    Also ein Buch, was mich sehr mitgerissen hat, war Me before You. Da habe ich sooo oft heulen müssen…

    Aber auch The Perks of Being a Wallflower hat mich geprägt – es ist der Beginn meiner Liebe zu englischsprachigen Werken und ich habe es mindestens 5 Mal gelesen.

    Liebe Grüße

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