Meine 6 größten Fehler beim Bloggen

Seit mittlerweile fast 5 Jahren tummel ich mich nun schon in der großen, weiten Bloggerwelt. Da ist es doch vollkommen selbstverständlich, dass man den ein oder anderen Fehler begeht. Ich bin der Meinung, dass wir im Leben Fehler machen müssen, denn nur so wachsen wir. Es gibt Fehler, die ich im Nachhinein gar nicht mehr als Fehler ansehen würde und solche Fehler, die ich am liebsten ungeschehen machen und bei denen ich gleich im Erdboden versinken möchte. Meine persönlichen 6 größten Fehltritte, möchte ich dir heute gerne vorstellen, vielleicht kann ich dich ja ein wenig zum Schmunzeln bringen.

1# Perfektionismus.

Fehler Nummer Eins: Mein Perfektionismus. Mittlerweile kann ich diesen Punkt nun schon etwas ablegen, aber du glaubst gar nicht wie lange ich gebraucht habe, um die 5 Zeilen da oben abzutippen, damit sie sich auch garantiert super anhören beim Lesen. Oder, dass ich hier furchtbar gerne mal Rezepte vorstellen würde, die der Herzensmann für mich gekocht hat, aber ich es nicht tue, weil ich meine Food-Fotografie ganz schrecklich finde. Das ist eigentlich schade, denn leckeres Essen gehört für mich zum glücklich sein dazu.

#2 Den Blognamen zu oft gewechselt.

Fehler Nummer Zwei: Nicht der richtige Blogname. Bei mir fing 2012 alles mit Free like a Bird an. Damals war ich.. moment, 19 Jahre alt und noch meilenweit davon entfernt zu wissen wer ich bin und was ich will. Danach folgte Mademoiselle Moment – schon damals war mir der Moment wichtiger als alles andere im Leben. Auf Mademoiselle Moment folgte AileenHannah, es sollte endlich ein Blog sein, der ausschließlich mich verkörpert, doch schon heute habe ich keine Ahnung, was der Blogname wirklich darstellen sollte. Bis vor Kurzem gab es dann Letter Space, neben be happy, der einzige Blogname, den ich mir wirklich gut überlegt hatte und der zum damaligen Bücher-Blog besser passte als alle anderen zuvor. Heute heißt mein Blog be happy. – do more of what makes you happy. Ich denke es war ein Fehler nicht nur so oft den Blognamen zu wechseln, sondern auch die Domain und schließlich, den einen Blog zu schließen um gleich mit dem Neuen zu starten. Denn damit blogge ich zwar schon seit 5 Jahren, doch einen wirklichen NAMEN konnte ich mir so nie machen.

#3 So sein wie die anderen.

Fehler Nummer Drei: Ich wollte immer wie die anderen sein. Ich bin eine Nachmacherin, das muss ich hier jetzt mal ehrlich zu geben. Wobei, nicht direkt, denn ich habe NIE 1 zu 1 kopiert. Ich habe mir immer gerne Inspiration bei anderen Bloggern geholt, weil ich es toll fand, was diese gemacht haben. Der Fehler an der Sache war nur, dass ich dabei nie das tat, was mich ausmachte und was ich toll konnte. Ich wollte immer sein wie die anderen. Wollte immer, dass mein Design auch so clean aussieht und so professionell. Dabei war ich aber einfach nie ich selbst. be happy. ist wirklich der aller aller erste Blog bei dem ich sagen kann, dass ich hier ausschließlich Dinge tue, die mich glücklich machen & dass das hier, wirklich ich bin.

#4 Keinen Plan.

Fehler Nummer Vier: Keine Vorausplanung. Die ersten Bloggerjahre habe ich immer sehr spontan gebloggt und mich damit oft selbst unter Druck gesetzt. Als ich noch zur Schule ging, habe ich Nachmittags oft lieber gebloggt, als zu lerne, weil der Beitrag für den nächsten Tag unbedingt noch fertig werden musst. Das hat mich nicht nur gestresst, sondern auch völlig unter Druck gesetzt, denn die Zeitnot wurde ja auch noch mit meinem Perfektionismus gekrönt. Eigentlich eine völlig unnötige Zusammenstellung 😀 Dieser Druck und Stress hat schließlich dazu geführt, dass ich auch mal Beiträge veröffentlicht habe, die nicht meinen hohen Anforderungen entsprochen haben – Feedback bliebt aus und letztendlich habe ich die Beiträge später wieder gelöscht.

#5 SEO & Ranking ist mir egal.

Fehler Nummer Fünf: SEO und Ranking. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich noch heute mit der Thematik SEO, aber vor allem Ranking nicht sonderlich viel beschäftigt habe. Um SEO kümmer ich mich nur in meinen Beiträgen, weil ich das Plugin Yoast SEO nutze & bei meinen Bildern. Über mein Ranking weiß ich rein gar nichts. Einerseits finde ich das schade, andererseits muss ich aber auch ehrlich sagen, dass ich da nicht sonderlich viel Wert drauf lege. Was natürlich schon ein bisschen dämlich ist, schließlich sind das gerade beim Bloggen und der Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern wichtige Bestandteile. Aber ich bin auch so ziemlich ziemlich glücklich mit meinem Blog.

#6 Do-Follow-Links gesetzt.

Fehler Nummer Sechs: Do-Follow-Link. Ich denke mit der schlimmste Fehler den ich je begangen habe, waren die Do-Follow-Links. Zuerst habe ich diese gesetzt, weil ich von dem Verbot nichts gewusste habe & Kooperationspartner sehen kleine Blogger ja eh wie ein gefundenes Fressen, denn diese sind meist eher unerfahren. Leider, und das gebe ich hier völlig beschämt zu, habe ich einen einzigen Auftrag damals noch angenommen, obwohl ich wusste, dass do-follow-links verboten sind. Heute schäme ich mich dafür, würde diesen Fehler nie wieder begehen und habe den entsprechenden Beitrag auch schon vor Monaten, gemeinsam mit dem dazugehörigen Blog, gelöscht.

So, und jetzt darfst du mich steinigen 😀 Nein quatsch, es gibt einfach Fehler, die wir machen, weil wir unerfahren sind und das ist auch gar nicht schlimm 🙂 Gibt es Fehler die du gemacht hast, für die du dich heute vielleicht auch ein bisschen schämst?

12 Comments

  1. Ich finde es wirklich toll, dass du deine „Fehler“ hier so offen zugibst. Doch ich denke am Anfang kann man einfach nicht alles wissen und das mit dem Perfektionismus kenne ich auch! Am Anfang habe ich wirklich über jeden Satz nachgedacht. Jetzt schreibe ich einfach darauf los, was vielleicht nicht immer die beste Idee ist aber das macht den Blog vielleicht einfach nur authentisch. Und bis ich das mit den Do Follow Links herausgefunden habe, hat es auch einige Zeit gedauert. Schon frech von Unternehmen, die kleine Blogger ausnutzten, da diese sich natürlich sehr über eine Kooperation freuen oder nicht auskennen…

    1. Kooperationen sind und werden immer ein „Problemthema“ sein, finde ich, gerade weil es genug Unternehmen gibt, die sich auf neue und unerfahrene Blogger stürzen – das ist schon richtig dreist!

  2. Oh ja die Fehler kenn ich nur zu gut! Den Blognamen habe ich auch viel zu oft gewechselt und grade beim letzten Wechsel den Fehler gemacht und alle Social Media Kanäle neu angemeldet und keine SEO Weiterleitung gemacht, anstatt einfach nur den Namen zu ändern (ICH WUSSTE NICHT, DASS DAS GEHT!) Und dieses „Ach ist mir eigtl egal wie viele Follower/Besucher ich habe“ ist auch ein schöner Genickbruch!

    1. oh man, ich muss jetzt mal nachholen alle Kommentare zu beantworten 😮

      Den Fehler mit der Namensänderung habe ich ja häufig gemacht & auch nicht immer eine Weiterleitung gemacht, sondern alles auf Anfang gesetzt. Das ist echt richtig viel Arbeit 😀 Wenn man bedenkt, dass man dann mit allem wieder bei Null startet 🙁

  3. Liebe Aileen,
    schon bei Mademoiselle Moment habe ich immer mal mitgelesen, dann aber in den unendlichen Weiten auch ein bisschen den Überblick verloren. Was die Perfektion betrifft bin ich voll bei dir, aber hey, du nutzt immer so hübsche Bilder, bestimmt musst du dich an Food nur ein bisschen rantasten. Einfach mit was leichtem anfangen… Jetzt bin ich ein bisschen ängstlich und muss rausfinden ob ich schon mal do-follow-links Gesetz habe…
    Liebste Grüße
    Simone

    1. Vielen Dank für deinen lieben Kommentar! Wow, dann bist du ja schon etwas länger dabei, das freut mich! An Food-Fotos habe ich mich endlich getraut und bin mit meinen Ergebnis wirklich zufrieden 🙂 Bei Do-Follow-Links scheiden sich mittlerweile ja auch wieder die Geister, ob man die jetzt setzen darf oder nicht – mir ist es langsam ein bisschen egal, wobei ich hier auf be happy. sowieso keine Kooperationen habe 🙂

  4. Bei den Fehlern 1 – 4 kann ich nur sagen… Dito 😀
    Es ist aber echt nicht leicht davon wegzukommen. Gratulation, dass du das soweit geschafft hast 🙂

    Zur Nummer 6:
    Vielleicht sollte man hier das Thema bisschen aufweichen. Grundsätzlich ist es ja nicht (rechtlich) „verboten“ Do-Follow-Links für Gegenleistungen (Geld, Backlinks etc.) zu setzen. Allerdings erkennt das Google fast immer zu 100% und straft den eigenen Blog mit Ranking enorm ab. So sollte man Do-Follow-Links also nur in bestimmten Situationen verwenden, um beispielsweise einer anderen Webseite/Blog eine art „Credit“ zu geben. Zu größeren Webseiten verlinke ich aber ausschließlich nur mit einem No-Follow-Attribut. Diese Seiten sind für ihr Ranking eh nicht auf mich angewiesen ;9

    1. Ich blicke durch den ganzen Dschungel von do- und no-follow-links ehrlich gesagt überhaupt nicht mehr durch 😀 Die einen sagen das, die anderen sagen das. & da ich keine Kooperationen hier eingehe, betrifft mich das Thema aktuell auch einfach nicht mehr 🙂

  5. Liebe Aileen,

    da ich noch ziemlich neu bin im “ großen Teich der Blogger“, sauge ich alles was sich um dieses Thema dreht, förmlich auf!

    Ich finde es total herzerfrischend, dass du deine Fehler öffentlich nennst. Hut ab!

    Gerne würde ich meinen Blog auch bekannter machen aber hier liegt die Schwierigkeit!

    Da ich auch Yoast SEO nutze, achte ich bei meinen Beiträgen schon darauf, dass meine Ampel auf “ grün“ steht.

    Wie hast du es geschafft, dass man deinen Blog gefunden hat?

    Ich habe zwar Kommentare auf meinem Blog aber eigentlich nur von. Freunden, Family und Kolllegen… (Worüber ich mich natürlich sehr freue)

    In meinem Blog schreibe ich über mich – über Hamburg, gebe Basteltipps & Einrichtungsideen u. s. w…

    Den Tipp bei anderen Bloggern zu kommentieren, nehme ich wahr aber nur bei Bloggern, die mich irgendwie ansprechen – so wie du jetzt, es kommt nämlich ehrlich rüber, was du hier geschrieben hast!
    Geholfen hat mir das nur noch nicht, im Gegenteil…

    Ich habe festgestellt, dass viele Blogger super arrogant sind und noch nicht einmal eine Antwort auf die Kommentare schreiben!

    So etwas gibt es bei mir nicht – ich antworte auf jeden Kommentar, denn Kommentare sind der Lohn meiner Arbeit.

    Bleib so erfrischend ehrlich, liebe Aileen … ich freue mich weiteres von dir zu lesen.

    LG Wiesche 🌸

    1. Ich finde es wirklich wichtig, dass man seinen Lesern gegenüber ehrlich und authentisch ist & dazu gehört für mich, dass man auch Fehler zugeben kann. Denn schließlich sind wir alle nur Menschen & haben alle mal neu mit dem Bloggen angefangen 🙂

      Ich bin schon sehr lange in der Bloggerwelt unterwegs, seit 2012 um genau zu sein, deshalb bin ich hier und da schon ein wenig bekannt. Mittlerweile habe ich Bloggermädels mit denen ich immer mal wieder in Kontakt trete und auch meine Stammleser. Das dauert alles seine Zeit & hängt auch viel mit der Zeit zusammen die ich in das Teilen meiner Beiträge investiere. Ich bin zum Beispiel schon immer sehr aktiv in Blogger-Gruppen auf Facebook gewesen, habe an Blogparaden und Projekten teilgenommen, sodass man nicht nur neue Leute kennen lernt, sondern die Menschen auch wissen wer ich bin & welcher Blog zu mir gehört. Das A und O bei einem Blog ist wirklich die Social Media Arbeit – man darf nicht darauf warten, dass die Menschen ‚einfach so‘ auf einen aufmerksam werden, man muss dafür was tun, nämlich seine Beiträge in den Sozialen Netzwerken bewerben und hier aktiv mit seinen potenziellen Lesern in Kontakt treten 🙂

      Bei anderen Bloggern kommentieren ist auf jeden Fall auch wichtig. Aber du hast schon recht, das macht auf jeden Fall nur Sinn, wenn dich der Blog (oder Beitrag) wirklich interessiert und du ehrliches und konstruktives Feedback da lassen kannst 🙂

      Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen, ansonsten kannst du mir auch jederzeit eine Mail schreiben!

      Liebst, Aileen

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